Karl Buchholz

Schlossvippach 1849–1889 Oberweimar

Als Sohn eines Landwirtes wurde Johann Carl Buchholz 1849 in Schlossvippach in der Nähe von Weimar geboren. Er absolvierte eine Lehre als Stubenmaler und trat 1867 in die Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar ein, wo er 1871 Meisterschüler von Theodor Hagen wurde. In Weimar zählte Buchholz zu den ersten deutschen Malern, die sich einer realistischen Freilichtmalerei nach dem Vorbild der französischen Künstler der Schule von Barbizon zuwandten und Studien direkt in der Natur malten. Sein kurzes Leben verbrachte Buchholz fast ausschließlich im Weimarer Land, sein Werk ist vor allem der dortigen Landschaft gewidmet. 1889 nahm sich Buchholz das Leben.

Windmühle bei Weimar

Vindmølle ved Weimar

1877 | Öl auf Leinwand, 40 x 88,5 cm

Zu den wichtigsten Wegbereitern des Impressionismus in Deutschland zählen die Künstler der sogenannten „Weimarer Malerschule“. Karl Buchholz ging 1867 an die sieben Jahre zuvor gegründete Großherzoglich-Sächsische Kunstschule in Weimar, deren wenig akademische Ausbildung eine besondere Blüte der Landschaftsmalerei ermöglichte. Buchholz griff in seiner Malerei auf Zeichnungen und Ölskizzen zurück, die er als Freiluftmaler direkt in der Natur gefertigt hatte. Diese unmittelbar in der Landschaft gewonnenen Eindrücke wurden dann in der Regel im Atelier auf die Leinwand gebracht, wobei man an der klassischen Tonmalerei – dem lasierenden Farbauftrag auf einem meist dunklen Grundton – festhielt.

Alexander Bastek

Schlossvippach 1849–1889 Oberweimar
“Windmühle bei Weimar – (Vindmølle ved Weimar)”

1877, Öl auf Leinwand, 40 x 88,5 cm