Laurit Tuxen

Kopenhagen 1853–1927 Kopenhagen

Der Maler und Bildhauer Lauritz Tuxen erhielt seine Ausbildung an der Kunstakademie in Kopenhagen bei W. Marstrand (1810–1873) und J. Roed (1808–1888). Von 1875 bis 1878 besuchte er zweimal Léon Bonnats Schule in Paris. Tuxen unternahm außerdem 1875 Reisen nach England und in die Bretagne, 1879–1880 nach Paris und Italien, 1889 nach Ägypten, 1891–1892 nach Palästina, Griechenland, Ägypten und 1913–1914 auf den Balkan, 1918, 1923–1924 und 1925 in die USA, dazu 1921 nach Island und Grönland.

Nach den Studienjahren in Paris war Tuxen in den 1880er Jahren einer der Protagonisten bei der Durchsetzung der naturalistischen Malerei in Dänemark. Seinen eigenen Durchbruch erlebte Tuxen 1879 auf der Charlottenborgausstellung mit dem Werk Susanna im Bade.

Er führte viele große figurenreiche Kompositionen aus, und als ein Komitee unter Vorsitz des Brauers Carl Jacobsen ein Bild der dänischen Königsfamilie wollte (Die Königsfamilie auf Fredensborg 1883–1886), fiel die Wahl auf Tuxen. Das sollte eine umfassende Tätigkeit an den europäischen Fürstenhöfen in Europa nach sich ziehen. Außer großen Gruppenbildern malte er auch viele kleine Einzelporträts, dazu Landschaften und Seestücke, besonders von Nordfrankreich, Bornholm und Skagen.

Von 1892 bis 1916 hatte Tuxen eine Reihe von Vertrauensstellungen an der Kunstakademie inne, dazu war er einer der Gründer der Kunstnernes Frie Studieskoler 1882 und dort auch Lehrer bis 1906.

Fleur Wetterholm