Max Slevogt

Landshut 1868–1932 Neukastel

Max Slevogt wurde 1868 in Landshut geboren, wuchs in Würzburg auf und begann seine künstlerische Ausbildung an der Münchner Akademie. 1889 ging er nach Paris und besuchte die Académie Julian. Als freischaffender Künstler in München wandte er sich stilistisch einer modernen impressionistischen Malerei zu, blieb aber in den Motiven zunächst einer eher klassischen Figurenmalerei verhaftet. Er war nicht nur als Maler sondern auch als Illustrator und Karikaturist tätig. 1901 wechselte er, wie auch Lovis Corinth nach Berlin, wo er Mitglied der dortigen Secession wurde. In seinem Spätwerk wandte sich Slevogt verstärkt der Landschaftsmalerei zu und schuf zahlreiche Werke in der Pfalz. Dort, in Neukastel starb er 1932.

Pfälzer Landschaft

Landskab i Pfalz

1914 | Öl auf Leinwand, 71 x 100,5 cm

Neben Max Liebermann und Lovis Corinth zählt Max Slevogt zu den drei großen Malern des deutschen Impressionismus. Zur Landschaftsmalerei kamen alle drei – so auch Slevogt – erst in ihrem Spätwerk. So wie Liebermann seinen Wannseegarten und Corinth seine Ansichten vom Walchensee immer wieder auf die Leinwand bannte, widmete sich Slevogt der Pfälzer Landschaft, die ihm aus Sommeraufenthalten seiner Kindheit vertraut war. Godramstein und Neukastel waren die Orte, die er in verschiedenen tages- und jahreszeitlichen Stimmungen malte. Damit griff er auf Monets Prinzip der Serie zurück, ohne jedoch tatsächlich Serien exakt gleicher Landschaftsausschnitte zu produzieren.

Alexander Bastek

Stege 1866–1906 Frederiksberg
“Pfälzer Landschaft – (Landskab i Pfalz)”

1914, Öl auf Leinwand, 71 x 100,5 cm