Oluf Hartmann

Søllerød 1879–1910 Kopenhagen

Der Kunstmaler Oluf Hartmann erhielt seine Ausbildung in den Jahren 1896–1902 an der Kunstakademie in Kopenhagen. Danach besuchte er 1902–1905 Zahrtmanns Schule. In den Jahren 1898–1909 unternahm Hartmann eine Reihe von Studienreisen nach Holland, Belgien und Paris, wo ihn u. a. der große Meister Rembrandt inspirierte. Er stellte 1905 und 1907 auf der Charlottenborger Frühjahrsausstellung aus, 1809 auf Den Frie Udstilling und im Herbst 1909 auf Kunstnernes Efterårsudstilling. Hartmanns Figurenkompositionen waren von der klassischen Schulung mit Motiven aus der Bibel und der Mythologie beeinflusst. Er schuf darüber hinaus Symphonien aus grünen Landschaften und Wiesenpartien aus der Gegemd um Skejten um den Gutshof Fuglsang Herregård auf Lolland, wohin seine ältere Schwester Bodil de Neergaard (1867–1959) geheiratet hatte. Hartmann schien in seinen Bildern das Ursprüngliche zu suchen, und Licht und Farbe mit dem Himmel als immer markanterem Motiv wurden zu einem entscheidenden Element in seiner Malerei. Oluf Hartmann war nur eine kurze künstlerische Karriere vergönnt. Er starb im Alter von dreißig Jahren.

Fra Fuglsangs have

Aus dem Fuglsanggarten

1908 | Öl auf Leinwand, 49,5 x 45 cm | Foto: Ole Akhøj

Der Maler Oluf Hartmann war durch seine ältere Schwester Bodil, verheiratete de Neergaard, mit dem Herrensitz Fuglsang verbunden, auf dessen Boden das jetzige Fuglsang Kunstmuseum steht. 1885 hatte seine Schwester achtzehnjährig den dreißig Jahre älteren Gutsbesitzer Rolf Viggo de Neergaard geheiratet. Hartmann sollte bis zu seinem frühen Tod 1910 einen Teil seiner Zeit auf Fuglsang verbringen, wo man sich eifrig dem Kultur- und Freiluftleben hingab und von wo viele von Hartmanns Motiven stammen.

Fleur Wetterholm

“Fra Fuglsangs have (Aus dem Fuglsanggarten)”
1908, Öl auf Leinwand, 49,5 x 45 cm
Foto: Ole Akhøj